Das übervolle Schenken — weil Geben aus der Fülle alles verändert

Das übervolle Schenken — weil Geben aus der Fülle alles verändert

Was wäre, wenn du nicht fertig sein musst, um anzufangen?

Es gibt diesen inneren Richter. Du kennst ihn.

Er meldet sich genau dann, wenn du etwas geben willst — dein Wissen, deine Erfahrung, deine Kunst, deine Unterstützung. Und er sagt: Noch nicht. Erst wenn du weiter bist. Erst wenn du mehr weißt. Erst wenn du sicherer bist. Erst wenn du fertig bist.

Und so wartest du.

Und wartest.

Und die Gabe in dir — das, was du zu geben hast— bleibt ungesagt, ungeteilt, ungeschenkt.

Das ist eine Epidemie unter all jenen, die wirklich etwas zu sagen haben.

Weil wir alle erst dann wollen, wenn wir fertig sind…

Genau auf diese Weise gehen uns so viele gute Lehrer, Heiler und Helfer verloren. Weil wir alle erst dann wollen, wenn wir fertig sind. Man kann das Lehren und Heilen auch anders sehen. In dem Moment, in dem man die Absicht hat, jemandem zu helfen — der danach gefragt hat —, jemandem etwas zu ver-mitteln, Wissen oder Energie oder „Heilung“, öffnet man sich für die eigene göttliche Quelle, die durch uns in diese Welt fließt. Und wer sagt denn, dass Lehren nicht auch gleichzeitig Lernen bedeutet? Und das Heilen nicht gleichzeitig Selbstheilung bedeutet? Und das Helfen nicht auch Hilfe für das Selbst ist? Und wer sagt, dass das nicht so sein darf? Und worauf wollten wir warten? Darauf, alles zu wissen, alles zu können? Wie lange würde das dauern? Und wenn der liebe Gott uns Hilfe schickt, wie würde diese aussehen? Vielleicht würde er jemandem auf die Schulter klopfen, uns genau jetzt in den Arm zu nehmen… zuzuhören, hinzufühlen…

It’s Teamwork…!

Man kann diese Herangehensweise auf all unser Streben und Wünschen übertragen… an die Künstler und Schriftsteller und Tänzer und Sänger und… an die Reisen planenden, an die Häuser bauenden, an die Träumenden… Was ist denn schon Inspiration? In-Spirit… Der Weg ist das Ziel, Versuch macht klug, Learning by doing, Entwerfen… Verwerfen…

„We’re all just walking each other home.“ — Ram Dass

Das Missverständnis vom Fertigsein
Das Missverständnis vom Fertigsein

Das Missverständnis vom Fertigsein

Lass uns ehrlich sein: Fertig wirst du nie.

Nicht weil du unvollständig bist. Sondern weil Wachstum kein Ziel hat, nach dem es aufhört. Weil das Leben sich immer weiterbewegt, immer neue Schichten zeigt, immer neue Tiefen öffnet.

Das ist keine schlechte Nachricht. Das ist die beste Nachricht, die es gibt.

Denn es bedeutet: Der Moment zu geben ist immer jetzt. Nicht irgendwann. Nicht nach dem nächsten Kurs, der nächsten Ausbildung, dem nächsten Durchbruch.

Jetzt.

Mit dem, was du hast. Mit dem, was du bist. Mit dem, was du weißt — und auch mit dem, was du noch nicht weißt.

Moderne Zauberinnen verstehen das intuitiv: Die weibliche Urkraft fließt nicht, wenn alles perfekt vorbereitet ist. Sie fließt, wenn du dich öffnest. Wenn du vertraust. Wenn du losgehst — bevor du bereit bist.

Die moderne Zauberin – Schöpferische Kraft & magisches Wesen wiederentdecken | Pfade der Kraft

Geben als spirituelle Praxis

Es gibt zwei Arten zu geben.

Die erste kommt aus der Erschöpfung. Aus dem Pflichtgefühl. Aus dem Mangel. Das ist das übervolle Schenken in seiner dunkelsten Form — nicht übervoll an Fülle, sondern übervoll an Erwartung, an Selbstaufopferung, an dem stillen Glauben: Wenn ich genug gebe, bin ich irgendwann gut genug.

Die zweite Art kommt aus der Quelle.

Du gibst, weil es durch dich fließt. Weil es sich richtig anfühlt. Weil das Teilen deiner Gabe dich nicht leerer macht, sondern voller. Weil in dem Moment, in dem du dich öffnest, um zu geben, auch etwas in dich hineinfließt.

Das ist Co-Kreation in seiner schönsten Form. The Universe & I — in Aktion.

Inspiration. In-Spirit. Inspirare. Hineinhauchen.

Für die Lehrerin, die noch wartet

Vielleicht bist du jemand, der anderen beibringen könnte, was du weißt — und es nicht tut. Weil du denkst, du weißt noch nicht genug.

Dabei weißt du mehr als jemand, der gerade anfängt. Und genau für diese Person bist du die richtige Lehrerin. Nicht die perfekte. Die richtige.

Denn du erinnerst dich noch, wie es sich anfühlt, am Anfang zu stehen. Du weißt noch, welche Fragen brennen. Du hast die Sprache für das, was jetzt gebraucht wird — weil du selbst gerade dort warst oder dort bist.

Perfektion lehrt nicht. Ehrlichkeit lehrt.

Und deine ehrliche, unfertige, lebendige Erfahrung ist das wertvollste Lehrwerkzeug, das du hast.

Für die Heilerin, die sich nicht traut

Vielleicht spürst du eine Gabe. Eine Fähigkeit, Menschen zu halten, zu begleiten, zu führen. Aber du wartest auf die richtige Ausbildung, das richtige Zertifikat, die richtige Bestätigung von außen.

Hier ist eine Frage: Wer hat dich darum gebeten, zu warten?

Nicht die Menschen, die deine Unterstützung brauchen. Nicht das Leben, das dich hierher geführt hat. Nicht die göttliche Quelle, die durch dich fließen will.

Es ist die Angst. Verkleidet als Bescheidenheit. Als Verantwortungsgefühl. Als Professionalität.

Manchmal ist Bescheidenheit weise. Und manchmal ist sie nur eine feige Variante unseres Egos.

Für die Kreative, die sich noch nicht zeigt

An die Schriftstellerin, deren Texte in der Schublade liegen. An die Malerin, deren Bilder niemand sieht. An die Sängerin, die nur singt, wenn sie allein ist. An die Tänzerin, die wartet, bis sie gut genug ist.

Kunst, die nicht geteilt wird, bleibt unvollendet.

Nicht weil sie technisch unfertig wäre. Sondern weil Kunst ihren Kreis erst schließt, wenn sie jemanden berührt. Wenn sie vom Inneren ins Äußere fließt. Wenn sie ver-mittelt wird — von dir zu einer anderen Seele.

In-Spirit. Du wurdest inspiriert, damit du inspirierst.

Das ist kein Zufall. Das ist Auftrag.

Das übervolle Schenken
weil Geben aus der Fülle alles verändert

It’s Teamwork — das Universum trägt mit

Hier ist das Geheimnis, das so viele übersehen:

Du musst das nicht alleine stemmen.

Das Universum — die Quelle, der Geist, wie auch immer du es nennst — trägt mit. Es schickt dir die Menschen, die genau das brauchen, was du gibst. Es öffnet Türen, die du noch nicht siehst. Es bringt Wissen durch dich hindurch, das du nicht alleine hättest formulieren können.

Aber nur, wenn du anfängst.

Teamwork funktioniert nicht, wenn ein Teammitglied wartet, bis es perfekt vorbereitet ist. Es funktioniert, wenn alle loslegen — mit dem, was sie haben, wo sie sind, wie sie sind.

We’re all just walking each other home.

Du begleitest. Du wirst begleitet. Gleichzeitig. Immer.

Die Fülle, die durch Geben entsteht

Es gibt ein Paradox, das jede erfahrene Geberin kennt:

Je mehr du gibst — aus der Quelle, nicht aus der Erschöpfung — desto mehr hast du.

Nicht weil das Leben ein magischer Automat wäre, in den du Güte einwirfst und Reichtum herausbekommst. Sondern weil das Geben aus der Fülle dich mit deiner eigenen Quelle verbindet. Weil es dich erinnert, wer du bist. Weil es den Kanal öffnet — in beide Richtungen.

Das ist das übervolle Schenken in seiner wahren Bedeutung.

Übervoll, weil durch dich fließt, was immer fließen wollte — und du endlich aufgehört hast, den Weg zu blockieren.

Eine Einladung

Wo wartest du gerade noch?

Welche Gabe liegt in dir, ungesagt, ungeteilt, auf den richtigen Moment wartend?

Und was wäre, wenn dieser Moment jetzt ist?

Nicht weil du fertig bist. Sondern weil du bereit bist — bereit genug. Weil jemand da draußen genau das braucht, was du gerade zu geben hast. In dieser unfertigen, lebendigen, echten Form.

Fang an. Mit dem, was du hast. Wo du bist.

Das Universum holt dich ab.

Das pragmatische Tun — wenn der Geist auf den Boden trifft

Geben aus der Fülle klingt schön. Aber wie sieht es in der Praxis aus? Wie bringt man das, was man fühlt und weiß, wirklich ins Tun — konkret, geerdet, wirksam?

Genau darum geht es im nächsten Post.

👉 [Weiterlesen: Das pragmatische Tun →]

 

so long… Pfade der Kraft

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