Wir drehen Wiederholungsschleifen, weil wir uns nicht aus der Komfortzone wagen.
Kennst du das?
Schon mal eine Diät gemacht? Oder versucht, endlich zur Ruhe zu kommen, weniger zu funktionieren, mehr zu fühlen?
Ein neues Kapitel begonnen – der Kurs über Feminine Kraft, das Retreat, die Mondrituale, das Tagebuch über deine Archetypen, der Manifestations-Workshop, die lang ersehnte Reise zu dir selbst…
Der erste Aufbruch – und dann?
Schon oft? Sogar erfolgreich? Wochen lang im Flow, tief verbunden mit dir, mit deiner inneren Göttin, mit deinem Zyklus? All diese freigesetzte Energie, diese Klarheit- herrlich.
Zurück aus dem Retreat. Zertifiziert, Beraterin, Eingeweihte. Tiefer verbunden mit dem Wilden, dem Weiblichen, dem Heiligen in dir.
Und dann? Wie lange hast du dieses Plateau gehalten? Oder bist du wieder zurückgefallen in alte Muster – funktionieren, anpassen, klein bleiben – und stehst jetzt vor dem nächsten Kurs, dem nächsten Workshop, weil der letzte doch nicht so viel verändert hat, wie du dir erhofft hattest?
Aufgebrochen und wieder leer? Verbunden und dann wieder abgeschnitten? Alles sinnlos? Du… unfähig?
Und schon wieder fängst du von vorne an. Aber diesmal… wird es klappen – was auch immer du brauchst, wonach auch immer du dich sehnst, um endlich dort anzukommen… an jenem magischen Ort, an dem du ganz du selbst bist.
Das Muster, das sich wiederholt
Komisch, dass wir immer wieder zurückgehen, die neu errungene Verbindung zu uns selbst wieder verlieren oder aus den gewonnenen Erkenntnissen nichts machen. Natürlich ist das nicht immer so, aber doch oft, sehr oft. Jede Frau kennt es… an irgendeinem tiefen persönlichen Kernpunkt ihrer inneren Landkarte… dort scheinen wir hängen zu bleiben. Dieser Punkt scheint essenziell für unser persönliches Weiterkommen, dort scheint alles potenzielle Glück und Unglück verborgen.
Etwas in uns scheint darauf geeicht, hier alle Hoffnung zu bergen und zu begraben, erneut zu bergen und immer wieder zu begraben.
Der StarterKick – und warum er uns fesselt
Etwas Interessantes an diesem magischen Punkt ist die Freude, der Kick, die freigesetzte Energie, die wir gewinnen, wenn wir uns hier hoffnungsvoll ans Werk machen. Der Aufbruch, die ersten Durchbrüche, das erste tiefe Spüren – es schmeckt köstlich. Mit der Zeit gewöhnt sich unser System an den neuen Zustand. Die EnergieKicks entfallen und wir brauchen eine neue Dosis, einen neuen Impuls, eine neue Einweihung.
Wir könnten sagen, dass der Mensch für Frieden, Ruhe, Stille und Entspannung geschaffen ist und dass wir genau den in uns zu suchen und zu halten haben. Ich sehe das etwas anders. Ich bin überzeugt, dass die meisten Menschen schöpferische Naturen sind und dass wir mit dem Stoff des Lebens spielen wollen. Wir wollen in Bewegung sein, geistig, kreativ, physisch, emotional. Auf diese Weise erfahren wir das Leben und uns Selbst.
Manchmal bedeutet das tatsächlich, sich in die unschönen Gefühle zu stürzen. Wir puschen uns hoch und dann stürzen wir uns wieder runter.
Die Sandburg – und was sie uns verrät
So wie Kinder es machen mit der gebauten Sandburg. Mit unbändiger Freude können sie kaum widerstehen und Wumm ist der Turm zerstört. Irgendwann finden sie das nicht mehr spannend. Und andere Lern- und Spielfelder ziehen sie an.
Würden diese Kinder dem inneren Verlangen, der Neugier auf Neues, Anderes nicht mutig folgen, würden wir heute als Erwachsene noch Sandburgen zerstören und uns danach beschimpfen, warum wir es nicht schaffen, endlich mal ein paar tolle Sandburgen zu bauen.
Der nächste Schritt könnte folgender sein… man baut auf den Sandburgen auf oder sucht sich was Neues.
Warum wir immer wieder dieselbe Baustelle wählen
Vielleicht arbeitest du immer wieder an denselben inneren Baustellen, weil du hier schon weißt, was dich erwartet – weil dieser Schmerz, dieses Muster, dieses Thema vertraut ist. Weil sich der Durchbruch hier so gut anfühlt, jedes Mal aufs Neue.
Du wählst also den StarterKick mit altbekannten Zutaten und gehst über deine Komfortzone nicht hinaus.
Es ist wirklich wichtig, dass wir uns der Bedeutung dessen, was wir tun und ersehnen bewusst werden. Ansonsten wirst du eine Diät, eine Kur nach der anderen machen, den Kurs, das Projekt oder was auch immer nur für den Kick, den StarterKick. Während wir im tiefsten Inneren frustriert, gelangweilt, unzufrieden bleiben und uns selbst verachten für das, was wir vermeintlich nie erreichen.
Das eigentliche Geheimnis
Das Geheimnis ist, dass wir es nicht erreichen wollen! Wir wollen keine fertigen schönen Sandburgen. Wir wollen sie bauen und kaputt machen, um nie anzukommen.
Es gibt allerdings noch eine andere Ebene in dir – und die will fertig werden und weiter, zum nächsten Abenteuer, zur nächsten Initiation, zur nächsten Verkörperung deiner Kraft.
Wie langweilig, wenn wir unser gesamtes Leben nur an einem Bild arbeiten und das auch noch immer wieder zerstören, nur um es dann genau wie zuvor wieder neu zu malen.
Die Wahl: Meisterschaft oder Weitergehen
Entweder willst du Meisterin auf dem Gebiet werden oder du verschwendest deine Zeit.
Oder um ein wahrer Meister zu werden, wählst du weiterzugehen und das nächste Plateau anzuvisieren.
Dazu musst du aus deiner Komfortzone.
Nach dem Retreat, der Diät, dem Kurs, dem Durchbruch fühlst du dich vielleicht leichter, klarer, verbundener, lebendiger – und möchtest raus ins Leben. Um was zu tun?
Nach dem Workshop möchtest du das Gelernte vielleicht verkörpern, anwenden, in die Welt tragen – als die Frau, die du in diesem Moment warst?
Fazit
Wenn du Sicherheit willst, baue auf, zerstöre, wiederhole. Sicherlich lernst du einige Dinge, sammelst Erkenntnisse und hast vielleicht sogar eine nette Zeit.
Wenn du raus aus der Wiederholungsschleife willst:
- Integriere das Gelernte.
- Nutze jedes neue Plateau als neuen Status Quo. 5 Kilo leichter? Erst mal halten. Annehmen. Das ist eine neue Version von dir. Sie ist noch nicht vertraut. Sammel Erfahrungen in dieser neuen Version. Entspanne dich hinein.
- Akzeptiere den neuen Status Quo, das neue Ich, deine neue Version. Gebe ihr eine Chance.
- Baue auf dem Neuen auf. Gehe weiter. Erlaube dir das Unangenehme.
Ich mag diesen Gedanken und nutze ihn gerne als Mantra:
Ich kann das aushalten!
Dann, wenn es unangenehm wird auf dem Weg, wenn wir eigentlich voran wollen, aber uns selbst unbewusst sabotieren und beginnen, das Spiel der Wiederholungsschleifen zu spielen. Etwas in uns flüstert uns zu, dass wir es nicht aushalten. Das ist eine Lüge. Wr halten es aus.
Du kannst das aushalten.
Du bist nicht deine Geschichte: Wie du deine Vergangenheit loslässt
Mutig voran
Ich bin überzeugt, wir sind nicht dauerhaft für Wiederholungsschleifen gemacht. Manche brauchen wir sicher, viele hängen wir selbst dran, weil wir uns nicht trauen, darüber hinaus zu gehen.
In diesem Sinne Ultreya- mutig voran!
So long… Gehab dich wohl.
Pfade der Kraft







