Embodiment: Wie du SIE wirklich verkörperst

Du siehst SIE längst vor dir – IHR Leben, IHRE Kraft, IHRE Klarheit. Doch zwischen euch liegt noch eine unsichtbare Wand. Du durchbrichst sie nicht mit Worten, sondern mit Verkörperung.

 

Wir nutzen Affirmationen. Wir visualisieren.

Wir stellen SIE uns vor, die Frau, die wir sein wollen. Das Leben, das SIE führt.

Aber alles bleibt wie auf einer Leinwand vor uns, die wir betrachten.

SIE ist da draußen. Das Traumleben ist visuell vor unseren Augen. Die Affirmationen sind ausgesprochen.

Dennoch bleibt eine unsichtbare Wand zwischen IHR, IHREM Leben und deinem.

Wiederholung hilft. Praxis hilft. Routine hilft.

Und doch sind sie nur Werkzeuge, die an der Leinwand bleiben und unser gelebtes Leben oft nicht erreichen.

Das Zauberwort heißt Embodiment.

Oft gehört – und doch: Was genau bedeutet es, und wie verkörperst du? Wie kannst du SIE verkörpern, IHR Leben in deines integrieren?

Es ist eigentlich sehr einfach und doch gehört ein wenig mehr dazu als stumpfes Aufsagen von Worten, die sich gut anfühlen.

Es gibt verschiedene Herangehensweisen und Stufen, die du nutzen kannst. Am Ende folgt eine Übung.

 

Das Alte muss raus, damit das Neue Raum bekommt

In der energetischen Prozessarbeit gilt eine simple Regel: Das Alte muss raus, um dem Neuen, dem Wahren, Raum zu geben.

Der Ansatz ist die Heilung alter, oft unbekannter Wunden. Sie stammen aus früheren Leben oder diesem. Sie stammen aus dem Ahnenfeld und dem Kollektiv.

Um SIE, das neue Leben, in unser Jetzt zu bringen, dürfen wir uns in die inneren Glaubenssätze, Muster und Themen hineinbegeben, die uns blockieren. Alte Programme und Codes, die gegen unser wahres Wesen wirken und gegen unsere Lebensmission, die wir tief in uns spüren und von der wir oft nicht wissen, was sie eigentlich ist.

Jedes Mal, wenn wir nach diesem wahren Urgrund streben, mischen sich diese alten und fremden Programmierungen in unser Feld und halten uns auf. Es wirkt dunkel, machtvoll, unbenennbar. Wir verstehen uns selbst oft nicht und fragen uns, warum uns etwas wie von magischer Hand geführt entgleitet oder unerreichbar scheint.

Wenn wir diesen Weg allein gehen, helfen uns ein paar Dinge, um an diese Muster heranzukommen.

 

Frau im Schaumbad, liest ein Buch
Journaling ohne Drama

 

Journaling als Weg zu deinen Mustern

Einer meiner Wege war das Schreiben – Journaling, wie man es heute nennt.

 

Falls du deine Intuition und deine innere Stimme öffnen möchtest und Zugang zu dir wünschst: Hier findest du 50 Journaling-Prompts für deine Intuition.

 

Schreiben, mit Stift und Papier, öffnet unser Gewahrsein für unser Innerstes. Du kannst mit den Fragen aus dem Text beginnen oder – falls du schon schreibst – sie nutzen, um noch tiefer zu gehen.

Es geht nicht darum, stumpf deine Geschichte oder Erinnerungen wiederzugeben. Es geht darum, fließen zu lassen, der Stimme in dir Raum zu geben, sich mitzuteilen.

Auf dem Weg entdecken wir Muster, Überzeugungen, Wiederholungen. Oft öffnet sich auch unsere Traumwelt dadurch – die Träume werden klarer, tiefer, wegweisender.

Auch das ist Bestandteil meines Schreibens und hat vor allem in den ersten Jahren viel Raum eingenommen: das Aufschreiben meiner Träume. Du wirst sehen:

Je mehr Raum du deinen Träumen gibst, desto klarer werden ihre Botschaften für dich.

Oft habe ich angefangen, Alltägliches aufzuschreiben. Auch darin zeigen sich Muster, die uns weiterführen. Dazu formuliere ich für mich selbst – oder meine innere Stimme und meine Guides – Fragen wie: Was bedeutet das? Was will mir das sagen? Woher kenne ich das? Was ist die Lösung? Wie ändere ich das?

Jedes Mal notiere ich am Rand das Wort: Muster.

Ich schreibe Seitenzahlen auf alle Blätter und lasse zu Beginn des Buches Platz für bestimmte Themen wie z. B. Muster, und vermerke es für mich, um es später wiederzufinden.

Du wirst feststellen: Wenn du deine eigenen Worte zwischendurch nachliest, Tage oder Wochen später, ist die emotionale Ladung oft schon verblasst – oder du nutzt es, um erneut einzusteigen, nachzuspüren, weiterzufragen: Hat sich etwas verändert? Fühlt es sich noch genauso an?

Zumeist müssen wir etwas sehen, erkennen, spüren, fühlen- und es beginnt sich bereits aus unserem Feld zu lösen.

Die Magie dahinter lautet im Grunde:

Wir müssen es anerkennen. Alles will gesehen sein. Ohne Drama. Ohne uns in die Geschichte zu verlieben – was wir gerne tun.

Das Ziel ist Freiheit. Frei sein von alten Begrenzungen, um das Leben zu führen, nach dem wir uns sehnen – das sich ebenso nach uns sehnt, weil es ursprünglich unseres ist. Wir müssen es zurückerobern, aus all den angesammelten Geschichten und Mustern, Blockaden und Begrenzungen, die sich darübergelegt haben. Dafür kann Schreiben sinnvoll und befreiend sein.

 

Weitere Journaling Prompts die unter die Haut gehen, findest du hier: 100 Fragen für deine verborgene Kraft

 

Meditation als Rückverbindung

Ein weiterer Weg ist die Meditation.

Dazu gibt es keine Regeln. Denn im eigentlichen Sinne ist Meditation Rückverbindung mit dir selbst.

 

  • Natur ist Meditation.
  • Stille ist Meditation.
  • Bewusstes Nichts-Tun ist Meditation.
  • Bewusste Langsamkeit im Tun ist Meditation.

Du kannst Frequenzen nutzen – oder Transformationsreisen, wie ich sie gerade vorbereite und bald hier auf der Webseite einstellen werde. Sie führen dich in einen tiefen, geschützten Zustand, in dem du abgespaltenen Anteilen deines Selbst begegnen und sie liebevoll wieder in dich integrieren kannst.

Ich selbst meditiere auf eine spezielle Weise seit über 15 Jahren. Sie dient der Selbstreinigung von physischem und feinstofflichem Körper sowie der Begegnung und Rückverbindung mit abgespaltenen, verwundeten Anteilen. 

Ich empfehle, dir Methoden zu suchen, die dir helfen, in die Stille zu kommen und in den Kontakt mit dir selbst.

 

Frauenbeine baumeln entspannt aus der Badewanne, Kerzen im Hintergrund, sanftes Licht
Meditation ist Rückverbindung

Frequenzanhebung: Deine Energie anheben

Frequenz beschreibt vereinfacht gesagt den Zustand deines energetischen Feldes – wie schnell oder langsam, wie hoch oder dicht es schwingt. Die Wissenschaft kann diesen feinstofflichen Teil oft nicht restlos erklären, und das muss sie auch nicht. Du spürst es ohnehin: An Tagen, an denen du dich leicht, klar und offen fühlst, schwingst du anders als an Tagen, an denen alles schwer und zäh wirkt. Dein Körper, dein Nervensystem und dein feinstoffliches Feld reagieren unmittelbar auf diesen Zustand – lange bevor der Verstand ihn benennen kann.

Auch dieser Teil kann durch Meditation erreicht werden. Ebenso helfen spezifische Frequenzen. Du findest sie überall auf Video- und Audio-Plattformen.

Das Entscheidende dabei:

All unser alltägliches Denken und wiederholtes Tun derselben Dinge erschafft und füttert unser Informationsfeld und macht uns letztlich zu dem, was wir als unsere tägliche Persona kennen.

Diese Persona ist nichts Festes. Sie ist das Sammelsurium aus Gedanken, Emotionen, Erfahrungen, Entscheidungen, wiederholtem Tun derselben Dinge. Sie bilden unser Frequenzfeld, das Informations-Potpourri, das wir für unser Selbst halten.

Dieses Feld ist es, das neue Codes braucht, um eine neue Persona zu kreieren, die neue Entscheidungen trifft und auf neue, andere Weise handelt.

 

Frequenzanhebung erreichen

Frequenzanhebung erreichen wir also durch gezielte Frequenzen und Frequenzmeditationen – vor allem durch ursprüngliche, wie wir sie in der Natur finden. Du kennst es: wie verändert wir uns fühlen, wenn wir durch die Natur spazieren, im Wald, am Meer. Neurologisch betrachtet senkt der Aufenthalt in der Natur nachweislich den Cortisolspiegel und aktiviert das parasympathische Nervensystem – jenen Teil, der für Ruhe, Regeneration und Verbindung zuständig ist. Dein Gehirn wechselt vom Alarmmodus in den Zustand, in dem echte Veränderung überhaupt erst stattfinden kann.

Ob wir Frequenz verstehen oder nicht – wir fühlen und spüren sie, bei uns und bei anderen. Wir nennen es „negative Energie“, wenn uns jemand irgendwie herunterzieht durch seine Präsenz oder seine Worte.

Das können wir für uns nutzen und umkehren. Was ist es, das diesen Menschen vermeintlich negativ für uns macht? Was tut oder sagt er oder sie? Et voilà, du hast deine kleine Anleitung, was du stattdessen anders machen kannst.

Auch das ist Frequenzarbeit:

Bewusstsein.

 

Ausdehnung: Zwischen Enge, Schutz und lebendiger Energie

Wir merken es oft nicht, aber ich bin sicher: Wenn du jetzt in dich hineinspürst, kannst du erkennen, wie zusammengezogen und vielleicht eng sich dein System, dein Körper anfühlt. Vielleicht nur an einzelnen Stellen.

Überall dort, wo Krankheiten und Themen in unserem Körper sind, ist das Feld besonders eng.

Es ist schon faszinierend: Wir ziehen uns natürlicherweise zusammen, wenn Gefahr droht – auch wenn es nur eine eingebildete ist.

Was unbewusst als Schutz dienen soll, dient uns am Ende nicht, wenn wir in dieser Enge bleiben. Ein enges, zusammengezogenes Energiefeld dient NUR als Schutz und kann darüber hinaus nichts für uns tun. Nicht einmal der Schutz ist letztlich wirkungsvoll.

Vergegenwärtige dir einmal die sogenannten „negativen“ Menschen. Was spürst du? Sind sie eher weit ausgedehnt, strahlend – oder wirken sie eher dunkel und eng?

Vor allem haben wir oft ein verschlossenes, enges Herzfeld. Die Paradoxie darin:

Ein weites Herzfeld ist der größte Schutz, den wir letztlich haben können.

Das bedeutet nicht, dass du dein Innerstes jedem gegenüber zeigen musst. Ein weites Feld bildet an den Außenrändern unserer Aura eine feine Schutzhaut. Diese ist zumeist nicht intakt, gerade aufgrund von Verletzungen aus der Vergangenheit.

 

Versuche es einmal.

Gib die Absicht. Lass für einen Moment alles an dir abfallen, herunterblättern, schmelzen – wie Mauerwerk, das herunterbröckelt. Wir sagen dazu auch: die Barrieren senken.

Dann gib den „Befehl“, die Absicht: Ausdehnen! Dehne dich weit aus. Über deinen Körper, in den Raum, über den Raum, die Stadt, das Land, die Erde. Werde weiter und weiter.

Du wirst feststellen, dass sich dein Körpergefühl verändert. Wie fühlt es sich an? Was spürst du? Bleibe einen Moment darin.

Du kannst dies auch gezielt für einzelne Bereiche deines Körpers nutzen, z. B. bei Kopfschmerzen, wenn das Knie schmerzt oder bei Verletzungen. Dehne den Bereich bewusst aus.

Enge verhindert Fluss. Und die Energie muss in uns frei fließen. Wir kennen das von der Akupunktur, wenn kleine Nadeln in bestimmte Knotenpunkte deiner Meridiane gesteckt werden. Der Gedanke dahinter ist, dass das Chi nicht frei und ungehindert durch das System fließen kann.

Wenn dein System an irgendeinem Punkt „zu“ macht, den Kanal verengt, fließt es nicht ungehindert durch dich. Das gilt für Nervenbahnen wie für dein gesamtes physisches und feinstoffliches System.

Mach dich weit. Dehne dich bewusst aus. Lass es fließen.

 

Bevor wir zur Übung „SIE-Aktivierung“ kommen: Hier findest du 13 Wege, mit denen du zu dir selbst zurück finden kannst. Viele Punkte sind überraschend praktisch. Aber so ist es auch – die meisten Dinge sind einfach. Sie brauchen nur unsere Entscheidung und Konsistenz.

 

Frau genießt entspannt ihr Schaumbad in der Badewanne; lichtdurchfluteter Raum wirft strahlende Schatten
Ausdehnung ist ein starker Schutz

Übung „SIE-Aktivierung“

Mache diese Übung eine Minute lang. Wiederhole sie zwischendurch. Gehe immer wieder hinein.

Stelle dir SIE vor. Vielleicht hast du ein Vorbild, eine bekannte Persönlichkeit, eine Rolle aus einem Film oder jemanden aus deinem Umfeld. Sie hat etwas, das du gerne so leben und verkörpern würdest. Vielleicht ist sie eine starke Businessfrau oder besonders feminin, oder du schätzt, wie sie Beziehungen lebt.

Du kannst auch eine ganz eigene, fiktive Version nehmen oder – für Fortgeschrittene – dein zukünftiges Selbst channeln. Für den Anfang hilft es zumeist, sich jemanden auszusuchen, unter dessen Eigenschaften du bereits verkörperte Vorbilder findest, reale Personen.

Es braucht nur deine Absicht.

Verbinde dich mit ihr. Fühle, spüre sie in dir. Ihr Körperempfinden – leicht, feminin, kraftvoll: Wie fühlt es sich in ihrem Körper an? Wie fühlt es sich an, wie sie sich bewegt, wie sie spricht? Ihr Blick, wie sie in die Welt schaut?

Spüre es: wie SIE zu gehen, dich zu bewegen, ihre Haltung, ihre Art zu sprechen. Nicht analysieren. Nur spüren und SIE sein. Für eine Minute.

Das ist die ganze Praxis. Das ist Verkörperung.

Du spürst dieses neue Sein in deinem Körper. Der Körper darf es kennenlernen und als neues Repertoire in sich anlegen, spüren, dass es sich sicher anfühlt. Dein Nervensystem kennt bisher nur die Version von dir, die du täglich wiederholst. Jedes Mal, wenn du SIE spürst statt nur denkst, sendest du deinem Körper ein neues Signal:

Das hier ist sicher, das hier ist möglich.

Wiederholung schafft neue neuronale Bahnen, bis das neue Empfinden nicht mehr Ausnahme, sondern Normalzustand ist.

Wiederhole es ein paar Mal täglich über eine gewisse Zeit.

 

Ergänzende Fragen für diese Übung:

 

  • Was trägt SIE? Beginne, dich ähnlich zu kleiden.
  • Wie geht SIE? Übernimm den Gang. Erinnere dich zwischendurch.
  • Wie spricht SIE? Beginne, ihren Ton, ihre Sprache zu nutzen.
  • Was sagt SIE – und was sagt SIE nicht?
  • Wie entscheidet SIE, wie handelt SIE? Nur spüren im Körper, nicht analysieren.
  • Wie bewegt und ernährt SIE sich? Übernimm ihre Art der Selbstfürsorge.
  • Womit umgibt SIE sich? Menschen, Räume, Rituale- richte deine Umgebung danach aus.
  • Wie fühlt SIE sich morgens beim Aufwachen? Beginne deinen Tag in diesem Gefühl.

Abschluss

Verkörperung ist kein Zustand, den du einmal erreichst und dann für immer hältst. Es ist eine Praxis, die sich mit jedem Tag vertieft – mit jedem Moment, in dem du dich für SIE entscheidest statt für das alte Muster.

Du musst SIE nicht werden. Du erinnerst dich nur an das, was du bereits bist- unter all den Schichten, die sich im Laufe der Zeit über dein wahres Wesen gelegt haben.

SIE ist nichts, dass du künstlich erschaffst. Sie ist bereits in dir angelegt, sonst hättest du dich nicht für diese Version entschieden. Sie ist die Sehnsucht deiner Seele nach gelebtem Ausdruck eines Teils von dir, den du jetzt brauchst.

Fang klein an. Eine Minute. Ein Gang. Ein Satz, den du anders aussprichst als sonst. Mit der Zeit wird aus der Übung ein Zustand – und aus dem Zustand dein neues, gelebtes Leben.

 

So long. Gehab dich wohl.

Pfade der Kraft

 

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